Kanu-Slalom: Kuhnle kämpft sich ins WM Finale

Bei der Kanu-Slalom Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro (BRA) qualifizierte sich Corinna Kuhnle heute mit Platz 7 (+3,04 Sekunden) im K1-Semifinale für den Endlauf der besten 10 am Samstag. Für Teamkollegin Viktoria Wolffhardt reichte es heute nicht für den Aufstieg. Mit +9,10 Sekunden Rückstand auf die Deutsche Ricarda Funk landete die Niederösterreicherin auf dem 17. Rang.

In einem packenden K1-Semifinale bei der WM in Rio de Janeiro qualifzierte sich Corinna Kuhnle heute mit Platz 7 für das Finale der besten 10 Fahrerinnen am Samstag. Die zweifache Ex-Weltmeisterin startete aufgrund ihrer schlechten Vorlaufplatzierung bereits als Neunte von insgesamt 30 Starterinnen in das Rennen. Eine für sie ungewohnte Situation, die sie aber perfekt meisterte und trotz 2 Strafsekunden wegen einer Torberührung eine Bomben-Bestzeit fuhr. Diese hielt aber nicht lange, denn gleich nach ihr war die deutsche Europameisterin Ricarda Funk an der Reihe, die wie Kuhnle im ersten Vorlauf am Mittwoch patzte und erst im Hoffnungslauf das Semifinale erreichte. Ricarda Funk gelang ein fehlerfreier Lauf, der mit einem Vorsprung von +3,04 Sekunden auf Kuhnle endete. Funk blieb bis zum Ende in Führung, während sich vor Kuhnle noch 5 weitere Athletinnen platzierten. Auf Rang 2 mit +1,27 Sekunden Rückstand landete Ursa Kragelj aus Slowenien, gefolgt von der Neuseeländerin Luuka Jones mit +1,69 Sekunden Rückstand.

 „Mein Lauf war, vor allem im unteren Streckenabschnitt, eigentlich sehr gut. Im oberen Abschnitt habe ich nicht gleich meinen Rhythmus gefunden, aber bin dann doch noch ganz gut reingekommen“, analysierte die 31-jährige Weltmeisterin von 2010 und 2011 nüchtern ihren Lauf. Kuhnle gab sich aber auch angriffslustig: „Das Finale ist dann immer gleich: raus gehen, schnell paddeln und am besten gewinnen.“

OKV-Cheftrainer Helmut Oblinger war mit Kuhnles Leistung zufrieden, weiß aber, dass noch Luft nach oben besteht: „Es war ein spannendes Rennen heute und Conni (Kuhnle, Anm.) hat einen soliden Lauf gezeigt. Obwohl sie im oberen Streckenabschnitt nicht ganz ideal reingekommen ist, hat sie den unteren Teil, der technisch der schwierigere Abschnitt ist, astrein bewältigt. Wir sind positiv gestimmt, dass morgen eine Medaille drinnen ist.“ 

Für Viktoria Wolffhardt hat es heute nicht für einen Aufstieg in den Endlauf gereicht. Die 24-jährige Tullnerin verpasste mit Rang 17 und +9,10 Sekunden Rückstand auf Funk den Einzug ins Finale. „Viki (Wolffhardt, Anm.) war im oberen Abschnitt noch am schnellsten, aber leider hat sie dann zwei Fehler gemacht. Der Rest des Laufes war fürs Finale eigentlich gut genug, deswegen ist das schon schade. Aber sie hat morgen im C1 noch einmal eine Chance, jetzt gilt es für sie das Rennen abzuhaken und nach vorne zu blicken“, so Oblinger.

Das Finale im K1 wird morgen, Samstag, um 14:38 Uhr (MESZ) ausgetragen. Ebenfalls morgen finden die Semifinale im C1 der Damen und K1 der Herren statt.

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TEAM AUSTRIA:

Damen (K1)

  • Corinna Kuhnle (1987, NÖ)
  • Viktoria Wolffhardt (1994, NÖ)
  • Antonia Oschmautz (2001, K)

Damen (C1)

  • Viktoria Wolffhardt (1994, NÖ)
  • Nadine Weratschnig (1998, K)

Herren (K1)

  • Felix Oschmautz (1999, K)
  • Mario Leitner (1997, K)
  • Matthias Weger (1996, T)

 

Programm im Überblick (Änderungen vorbehalten):

Samstag, 29.09.2018

  • 14:40 – 15:10 Uhr K1W Finale
  • 19:03 – 20:03 Uhr C1W Semifinale
  • 20:05 – 21:25 Uhr K1M Semifinale

Sonntag, 30.09.2019

  • 15:03 – 15:35 Uhr C1W Finale
  • 15:38 – 16:10 Uhr K1M Finale