Kanu Slalom: EM-Bronzemedaille für Damen im Teambewerb

Erste Medaillenentscheidung, erstes Edelmetall für Österreich. Corinna Kuhnle, Viktoria Wolffhardt und Nina Weratschnig gewannen im K1 Teambewerb, hinter den Kanu-Großmächten aus Frankreich und Deutschland, sensationell EM-Bronze. Im C1 der Damen qualifizierten sich Viktoria Wolffhardt und Nadine Weratschnig für das Halbfinale, bei den Herren gelang Felix Oschmautz und Mario Leitner im K1 ebenfalls der Aufstieg. Die Österreichische Herrenmannschaft landete im Teambewerb auf dem 13. Rang.

Tag Zwei der Kanu-Slalom Europameisterschaften in Pau/Frankreich startete heute Vormittag mit den Vorläufen im Canadier-Einer (C1) der Damen. Nach ihrem gestrigen Einzug in das K1-Halbfinale, konnte Viktoria Wolffhardt auch heute im C1 nachlegen. Die Titelverteidigerin landete im ersten Lauf mit +4,79 Sekunden Rückstand auf Platz 6 und zeigte sich mit ihrer bisherigen Performance sehr zufrieden: „Heute war ich gottseidank nicht mehr so nervös wie gestern. Ich habe im unteren Teil zwar ein bisschen nachgelassen, aber sonst war mein Lauf sehr solide.“ Auch Nationaltrainer Helmut Oblinger war mit Wolffhardts Abschneiden zufrieden: „Vicki (Anm.: Wolffhardt) hat die Sache ziemlich gut im Griff und sie macht genau das, was notwendig ist. Ich glaube, dass sie sich sowohl im K1 als auch im C1 noch steigern kann.“

Teamkollegin und C1-Bronzemedaillengewinnerin von 2017 Nadine Weratschnig, erreichte mit Platz 8 ebenfalls problemlos den Aufstieg ins Halbfinale. Die Kärntnerin berührte 4 Tore, kassierte dafür 8 Strafsekunden, dennoch betrug ihr Gesamtrückstand auf die Bestzeit von Kimberly Woods aus Großbritannien am Ende nur +5,97 Sekunden. „Nadine (Anm.: Weratschnig) war leider fehlerhaft unterwegs, sonst wäre sie klare Bestzeit gefahren. Sie hat einen unheimlichen Speed und wenn sie die Linien ein bisschen sauberer anfährt, kann sie auch ganz vorne mitmischen“, analysierte Helmut Oblinger.

Ebenfalls stark präsentierten sich heute Felix Oschmautz und Mario Leitner im Kajak-Einer (K1) der Herren. Mit einem fehlerfreien ersten Lauf und einem Rückstand von +3,98 Sekunden, platzierte sich Oschmautz auf Rang 3 und qualifizierte sich damit souverän für das Halbfinale. Geschlagen geben musste er sich nur dem Olympiasieger von 2016, Joe Clarke (GBR) und Jiri Prskavec, dem Weltmeister von 2015. „Mit meinem Lauf heute war ich von oben bis unten zufrieden. Ich hatte immer genug Platz bei den Toren, von dem her war es ein sehr sicherer Lauf. Im Semifinale werde ich noch einen Gang raufschalten, die Tore enger fahren und mehr attackieren“, so Felix Oschmautz.

In das Halbfinale folgte Oschmautz auch Mario Leitner. Dem Glanegger gelang ebenfalls ein fehlerfreier Lauf und mit einem Rückstand von +5,93 Sekunden landete er auf Rang 9. Matthias Weger schied mit Platz 33 im ersten und Platz 12 im zweiten Heat aus.

Mit den Teambewerben der Damen und Herren im K1 standen heute Nachmittag bereits die ersten Medaillenentscheidungen auf dem Programm. Österreichs Damen mit Corinna Kuhnle, Viktoria Wolfhardt und Nina Weratschnig landeten mit +6,17 Sekunden Rückstand sensationell auf Rang 3. Während die Österreicherinnen wegen 4 Torberührungen 8 Strafsekunden kassierten, sicherten sich die Französinnen in einer Zeit von 114,08 Sekunden und nur 2 Strafsekunden Platz 1. Mit +0,99 Sekunden Rückstand und 2 Torfehlern holte sich das Team aus Deutschland die Silbermedaille.

Weniger gut lief es im Teambewerb der Herren für die Österreichische Mannschaft. Felix Oschmautz, Mario Leitner und Matthias Weger kassierten +50 Strafsekunden für ein ausgelassenes Tor und belegten mit einem Rückstand von +62,70 Sekunden am Ende Rang 13. Gold ging an das Team der Tschechischen Republik vor Slowenien und Deutschland.

„Mit dem heutigen Tag bin ich sehr zufrieden, wir haben fast das Maximum herausgeholt. Zwei C1-Damen weiter, zwei K1-Herren weiter und eine Mannschaftsmedaille. Bei den Herren muss man einfach sagen, dass Matthias (Anm.: Weger) noch zu weit weg ist von den anderen beiden, da er längere Zeit nicht mit dem Team trainiert hat. Wir hoffen, dass es morgen und übermorgen noch so weitergeht“, resümiert Cheftrainer Helmut Oblinger den zweiten Wettkampftag.

Morgen um 11:54 Uhr kämpfen Viktoria Wolffhardt und Nina Weratschnig im Kajak-Einer (K1) im Semifinale um den Aufstieg in den Endlauf der Top 10. Die Finals im C1 der Damen und im K1 der Herren finden am Sonntag statt.

Resultate:http://siwidata.com/canoelive/#/live/eca/1191

Programm im Überblick:

Samstag, 01.06.2019

  • 11:54 | Semifinale K1 Damen
  • 15:41 | Finale K1 Damen

Sonntag, 02.06.2019

  • 11:35 | Semifinale C1 Damen
  • 12:34 | Semifinale K1 Herren
  • 15:21 | Finale C1 Damen
  • 15:56 | Finale K1 Herren