Kanu Slalom: 7. Platz für Wolffhardt bei EM im K1

Nicht die erhoffte Rot-weiß-rote Medaille gab es heute in den EM-Finalläufen im K1 Bewerb der Damen. Viktoria Wolffhardt, die sich am Vormittag als einzige Österreicherin für die Top Ten qualifizieren konnte, erwischte im Finale keinen fehlerfreien Lauf und landete mit +10,64 Sekunden Rückstand auf Rang 7. Zur neuen Europameisterin kürte sich die 21-jährige Amalie Hilgertova aus der Tschechischen Republik. Mit nur +0,19 Sekunden Rückstand auf Platz 2 landete die Britin Mallory Franklin. Bronze ging an die Deutsche Jasmin Schornberg.

Nach dem überraschenden Ausscheiden von Corinna Kuhnle in den Vorläufen, kämpften heute nur mehr Viktoria Wolffhardt und Nina Weratschnig um Top-Platzierungen im K1 Bewerb. Viktoria Wolffhardt gelang im Semifinale ein fehlerfreier Lauf und mit einem Rückstand von +4,38 Sekunden auf die Laufbestzeit von Eliska Mintalova (SVK), qualifizierte sich die Niederösterreicherin mit Platz 5 souverän für das Finale.

Für ihre junge Teamkollegin Nina Weratschnig war es das erste Semifinale bei einer Großveranstaltung in der allgemeinen Klasse. Die Kärntnerin musste allerdings ihrer mangelnden Erfahrung Tribut zollen und landete aufgrund eines zu fehlerhaften Laufes mit einem Rückstand von +18,16 Sekunden auf Platz 17. Mit dem Erreichen der Top-20 hat sie allerdings ihr Talent unter Beweis gestellt und viel Erfahrung für ihre sportliche Zukunft gesammelt. „Ich bin mit einem guten Gefühl an den Start gegangen, denn die Medaille vom Teambewerb hat mich beflügelt. Die schwierigen Passagen des Kurses habe ich auch gut gemeistert, die Torberührungen sind mir leider bei den einfachen Abschnitten passiert. Natürlich ärgert es mich, weil mehr hätte rausschauen können, aber ich bin mit meiner Leistung trotzdem zufrieden“, resümierte Nina Weratschnig ihr EM Debüt.

Die Risikobereitschaft der Österreichischen Hoffnungsträgerin Viktoria Wollfhardt, die als 5. ins Finale startete, wurde leider nicht belohnt. „Ich habe mich sehr auf den Lauf gefreut und mir vorgenommen, mehr zu riskieren. Nach der ersten Torberührung habe ich versucht alles rauszuholen denn, wenn man Strafsekunden kassiert, gibt es nur noch Vollgas. Leider ist es nicht ganz aufgegangen, aber trotzdem bin ich mit dem 7. Platz sehr zufrieden“, so Wolffhardt.

„Viki (Anm.: Wollfhardt) ist im Finale aggressiver an die Sache herangegangen und eigentlich gut gefahren. Die Strafsekunden beim ersten Aufwärtstor waren leider etwas Wasser-Pech, was zur Folge hatte, dass sie eine noch engere Linie fahren wollte. Dadurch sind weitere Torberührungen dazugekommen. Nichtsdestotrotz kann sie zufrieden sein mit dem Rennen und morgen nochmal im C1 einen draufzusetzen“, so Headcoach Helmut Oblinger über seinen Schützling.

In der nationalen Olympiaqualifikation im K1 führt somit Viktoria Wollfhardt mit 6 Punkten vor Corinna Kuhnle und Nina Weratschnig mit je 3 Zählern. Für den zweiten internen Qualifikationsbewerb in dieser Disziplin, der WM vom 25. - 29. September 2019 in La Seu d'Urgell /Spanien, müsste Corinna Kuhnle bzw. Nina Weratschnig eine Medaille gewinnen, sofern sich Wolffhardt fürs Finale der besten 10 qualifiziert, um das Ticket für die Spiele in Tokio zu lösen. Schafft Wolffhardt, Kuhnle oder Weratschnig als einzige Österreicherin den Sprung in die Top Ten der WM, bedeutet das ebenfalls die nationale Qualifikation für Olympia. Sollte keine Österreicherin das WM-Finale erreichen, wäre die Niederösterreicherin Wolffhardt für Tokio qualifiziert.

Morgen, Sonntag, steigen noch die Finalbewerbe im C1 der Damen und K1 der Herren.

Resultate:http://siwidata.com/canoelive/#/live/eca/1191

Programm im Überblick:

Sonntag, 02.06.2019

  • 11:35 | Semifinale – C1 Damen
  • 12:34 | Semifinale – K1 Herren
  • 15:21 | Finale C1 – Damen
  • 15:56 | Finale K1 – Herren