Kanu-Slalom: Wolffhardt schrammte bei Weltcup in Bratislava mit Platz 4 nur knapp am Podest vorbei

Am Abschlusstag des Kanu-Slalom Weltcups in Bratislava (SVK) schrammte Viktoria Wolffhardt im C1-Finale mit Rang 4 nur knapp am Podest vorbei. Den Sieg holte sich die Französin Claire Jacquet, vor Monica Doria Vilarrubla aus Andorra und Ana Satila aus Brasilien. Nadine Weratschnig schied aufgrund einer 50-Sekunden Strafe bereits im Semifinale aus.  

Nach ihrem gestrigen 9. Platz im Kajak-Einer (K1) zog Viktoria Wolffhardt heute Vormittag mit der zweitschnellsten Laufzeit im Semifinale auch im Canadier-Einer (C1) souverän ins Finale ein. Nadine Weratschnig, der zweiten Österreicherin am Start, wurde im Semifinale mit Kurs auf die Bestzeit das letzte Tor zum Verhängnis, kassierte eine 50-Sekunden Strafe und schied als 23. mit einem Rückstand von +48,77 Sekunden leider aus. „Der Lauf hat sehr gut angefangen und der Kurs ist mir ziemlich gut gelegen. Nur bei der Ausfahrt aus dem letzte Aufwärtstor zum Abwärtstor hatte ich ein kleines Blackout. Es wäre sich mit einem weiteren Paddelschlag oder einer anderen Bootsstellung locker ausgegangen. Sogar wenn ich zurückgefahren wäre, hätte die Zeit wahrscheinlich noch für das Finale gereicht“, so Weratschnig.

Im Finale startete Viktoria Wolffhardt als vorletzte Läuferin in den Bewerb und lag trotz eines Fehlers bis zur zweiten Zwischenzeit noch in Führung. Ein weiterer Fehler bei einem Aufwärtstor im letzen Teil der Strecke kostete der Niederösterreicherin allerdings eine Medaille. Am Ende landete Wolffhardt mit einem Rückstand von +4,79 Sekunden auf die Siegerin aus Frankreich, Claire Jacquet, auf Rang 4. Platz 2 ging mit einem knappen Rückstand von +0,17 Sekunden an Monica Doria Vilarrubla aus Andorra gefolgt von Ana Satila (+1,65 Sekunden) aus Brasilien.

„Ich hatte eigentlich einen ganz soliden Lauf, bin aber in die Schlüsselstelle am Ende nicht gut eingefahren und war dann extrem tief bei den letzten beiden Aufwärtstoren.  Der 4. Platz ist immer ein bisschen undankbar, aber ich bin sehr zufrieden mit meiner Performance im Semifinale, sowohl im C1 als auch im K1 und komme langsam wieder in meinen Rhythmus vom letzten Jahr“, meinte Wolffhardt nach dem Rennen zuversichtlich.

Cheftrainer Helmut Oblinger zog nach dem Rennwochenende und gestrigem Sieg von Corinna Kuhnle eine positive Zwischenbilanz: „Die 3 Mädels haben gezeigt, dass sie den Speed haben, um ganz vorne mitzufahren. Jetzt heißt es an der Stabilität arbeiten und dann wird das sicher noch eine erfolgreiche Saison. Der 4. Platz von Viki (Anm.: Wolffhardt) ist natürlich ärgerlich, aber gestern im K1 und heute im C1 ist sie ein super Semifinale gefahren. Die Form stimmt und das kann sie mitnehmen.“

Bevor der Weltcupzirkus im Kanu-Slalom in die Sommerpause geht, steht nächstes Wochenende noch der 3. Weltcup in Tacen (SLO) auf dem Programm. Auf der WM-Strecke von 2010 steigen auch Nina Weratschnig sowie Österreichs Herren Team, die sich allesamt auf die Großveranstaltungen in der Junioren- und U-23 Klasse vorbereitet haben, wieder ins Weltcupgeschehen ein.

Ergebnisse C1-Damen

1. Claire Jacquet (FRA) | 112,15

2.  Monica Doria Vilarrubla (AND) | +0,17

3. Ana Satila (BRA) | +1,65

4. Viktoria Wolffhardt (AUT) | +4,79

23. Nadine Weratschnig (AUT) | +48,77