Kanu-Slalom: Wolffhardt und Weratschnig sowie Leitner und Oschmautz im WM-Semifinale

Bei der Kanu-Slalom Weltmeisterschaft in La Seu d'Urgell (ESP) haben sich heute in den C1-Vorläufen Nadine Weratschnig und Viktoria Wolffhardt bereits im ersten Durchgang souverän für das Semifinale qualifiziert. Im K1 der Herren sind Mario Leitner und Felix Oschmautz weiter im Rennen um das Olympia-Ticket. Beide Kärntner qualifizierten sich für das Halbfinale am Sonntag. Matthias Weger schied im Hoffnungslauf als 16. aus

Heute, Freitag, standen im Oympia-Kanal von 1992 die Vorläufe der C1 Damen und K1 Herren am Programm. Viktoria Wolffhardt konnte sich nach ihrer gestrigen Qualifikation für das Semifinale im Kajak-Einer (K1) auch heute mit Platz 9 und einem Rückstand von +4,25 Sekunden auf Jessica Fox aus Australien bereits im ersten Vorlauf für die nächste Runde am Sonntag qualifizieren. Teamkollegin Nadine Weratschnig, die die letzten Tage aufgrund einer Schulterverletzung pausieren musste, legte nach und folgte Wolffhardt ins Halbfinale. Mit 2 Strafsekunden und einem Gesamtrückstand von +3,39 Sekunden landete die Kärtnerin auf Platz 5.

Cheftrainer Helmut Oblinger zeigte sich über die Leistung seiner Athletinnen sehr erfreut: „Hut ab vor den Mädchen. Beide haben gezeigt, dass sie um Medaillen mitfahren werden. Nadine (Anm.: Weratschnig) hat sich von ihrer Verletzung gut erfangen und ist sehr stark gefahren. Auch Viki (Anm.: Wolffhardt) war heute wieder souverän und hat lediglich bei einer Stelle 3 Sekunden verloren, sonst wäre sie mit Nadine (Anm.: Weratschnig) gleich auf.“

Bei den K1-Herren schaffte lediglich der Kärntner Mario Leitner im ersten Durchgang den Sprung ins Semifinale. Mit dem 20. Platz und +4,82 Sekunden Rückstand auf Vorlaufsieger Jakub Grigar aus der Slowakei, ist Leitner weiterhin im Rennen um ein Olympia-Ticket. Eine Top 30 Platzierung und damit den Aufstieg knapp verpasst haben Matthias Weger und Felix Oschmautz als 31. und 32. Im 2. und entscheidenden Lauf belegte Felix Oschmautz trotz 2 Strafsekunden den 7. Rang und erhält dadurch ebenfalls einen Startplatz im Halbfinale. Matthias Weger schied mit einem Rückstand von +2,69 Sekunden als 16. des Hoffnungslaufes aus.

„Die Herren haben es spannend gemacht. Mario (Anm.: Leitner) hat eine starke Leistung im 1. Lauf abgeliefert. Vor dem letzten Tor hat er fast das Paddel verloren, weil er auf einen Stein geschlagen hat. Er hat aber super reagiert und dadurch auch im 1. Heat gleich den Aufstieg geschafft. Felix (Anm.: Oschmautz) ist im 2. Lauf einmal angestoßen und hat die Sache nochmal richtig spannend gemacht. Wir sind natürlich sehr froh, dass wir in jeder Kategorie 2 Starter im Semifinale haben. Das erhöht unsere Chance auf einen Quotenplatz erheblich,“ so das Resümee von Helmut Oblinger.

Österreichs einzige Wildwasser-Regatta Starterin Valentina Dreier konnte ihr großes Ziel erreichen und sich in den gestrigen Vorläufen für das Finale der besten 15. qualifizieren. Im ersten Durchgang belegte die Kärntnerin Rang 16 – für den direkten Aufstieg ins Finale hätte eine Top-5 Platzierung gelingen müssen. Der 9. Platz im Hoffnungslauf sicherte Dreier jedoch ihren Startplatz für den Endlauf, der am Samstag ab 17:03 Uhr stattfindet.

Morgen, Samstag, wird es ab 10:08 Uhr für Corinna Kuhnle und Viktoria Wolffhardt ernst, denn der Ausgang der Bewerbe entscheidet über das interne Ticket für Tokio 2020.

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Mario Leitner (c) Thomas Lohnes