Kanu-Slalom: WM-Bronze für Nadine Weratschnig und 3 Boote bei Olympia

Nadine Weratschnig hat am letzten Wettkampftag der Slalom-Weltmeisterschaften im spanischen La Seu d'Urgell Bronze im Canadier-Einer (C1) geholt. Die 21-jährige Kärntnerin wurde nur von der Deutschen Andrea Herzog und der mehrfachen Weltmeisterin Jessica Fox aus Australien geschlagen. Weratschnig sicherte sich damit nicht nur ihre erste WM-Medaille, sondern auch den Quotenplatz für Österreich und den Sieg in der interne Qualifikation für Olympia gegen Viktoria Wolffhardt. Die Niederösterreicherin konnte sich als 14. des Semifinales nicht für den Endlauf qualifizieren. Österreichs Herren um Felix Oschmautz und Mario Leitner verpassten ebenfalls die Top-10 und belegten die Ränge 16 und 27. Im rot-weiß-roten Duell um das Olympiaticket geht das Rennen mit 11:6 Punkten an Felix Oschmautz, der sich somit erstmals für Olympische Spiele qualifizieren konnte.

Nadine Weratschnig, die sich als 7. des Semifinales für den Endlauf qualifzierte, gelang zwar kein fehlerfreies Finale, holte aber mit einem sehr schnellen Lauf die Bronzemedaille. Die Kärtnerin kassierte 4 Strafsekunden für zwei Torberührungen und hatte am Ende +5,93 Sekunden Rückstand auf die Siegerin aus Deutschland, Andrea Herzog.

„Ich freu mich riesig über die Medaille und bin mit meinem Lauf voll zufrieden. Die Strafsekunden hätten zwar nicht sein müssen und haben mich sehr geärgert, aber im Endeffekt ist sich Platz 3 noch ausgegangen und ich bin zufrieden. Fast mehr freue ich mich aber über das Olympia-Ticket. Ich sehe Olympia als eine große Chance“, so die 21-jährige Weratschnig. Silber mit einem Rückstand von + 0,94 Sekunden holte sich die 4-fache Weltmeisterin Jessica Fox aus Australien. Viktoria Wolffhardt verpasste als 14. das C1-Finale knapp.

„Unglaublich, sensationell“, freute sich Cheftrainer Helmut Oblinger. „Wir waren nach dem gestrigen Tag ein bisschen gebeutelt, weil wir uns als Mannschaft mehr erwartet haben. Unser Ziel von 3 Olympia-Quotenplätzen haben wir heute aber erreicht und, dass Nadine (Weratschnig, Anm.) dann im Finale alles so umsetzt, ist wunderschön. Man darf auch nicht vergessen, dass Viki (Viktoria Wolffhardt, Anm.) heute nur knapp das Finale verpasst hat. Das zeigt, dass wir auf einem guten und richtigen Weg sind und uns vor den großen Nationen nicht verstecken müssen“, so der Oberösterreicher weiter.  

Im Kajak-Einer (K1) der Herren lieferte Felix Oschmautz einen starken Semifinallauf ab, 2 Strafsekunden bei Tor 14 und ein Rückstand von +3,51 Sekunden kosteten den Kärntner jedoch die Finalteilnahme. Dennoch fixierte Oschmautz mit Platz 16 nicht nur den internationalen Quotenplatz, sondern konnte sich auch in der nationalen Ausscheidung gegenüber Teamkollege Mario Leitner durchsetzen. Dieser beendete die WM mit einem Rückstand von +6,51 Sekunden auf Halbfinalsieger Jiri Prskavec aus Tschechien auf Platz 27.

Im gestrigen K1-Regatta Finale gelang Valentina Dreier ein guter Lauf und schaffte mit Platz 12 ihr bisher bestes WM-Ergebnis.

Alle Informationen und Resultate finden Sie hier: https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-championships/la-seu-d-urgell-2019

Bild (c) Thomas Lohnes