Olympische Spiele Tokio 2020 offiziell verschoben

Das IOC und die japanische Regierung haben eine Verschiebung der Olympischen Spiele beschlossen. Wann die Spiele genau ausgetragen werden, wird in einem nächsten Schritt bekanntgegeben.

Um die Gesundheit der Athleten und aller an den Olympischen Spielen beteiligten Personen zu schützen, sind der IOC-Präsident und der japanische Premierminister heute zu dem Schluss gekommen, die Spiele in Tokio auf einen Zeitpunkt nach 2020, jedoch nicht später als im Sommer 2021 zu verschieben. Grundlage für die Entscheidung waren die Informationen, die die WHO heute zur Verfügung gestellt hat.

Auch der Internationale (ICF) und Österreichische Kanuverband (OKV) befürworten diese Entscheidung. "Wir gratulieren dem IOC, der japanischen Regierung und den Organisatoren von Tokio 2020 zu dieser mutigen, aber notwendigen Entscheidung. Das Verschieben eines Ereignisses wie Olympischer Spiele ist eine enorme Aufgabe und sollte nur durchgeführt werden, wenn dies völlig unvermeidlich ist und die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat die heutige Entscheidung unvermeidlich gemacht", so ICF-Präsident Jose Perurena in einer Aussendung.

Nach Absage zahlreicher Wettkämpfe und Trainingslager, sowie der Schließung der Leistungszentren, waren auch die österreichischen Kanusportler generell stark in ihrem Training und der Olympiavorbereitung beeinträchtigt. „Die Entscheidung zur Verschiebung der Spiele war ein richtiger Schritt im Sinne des Sports und nimmt in dieser schwierigen Zeit auch enormen Druck von den Athleten, da das Training in letzter Zeit alles andere als optimal verlaufen ist“, sagt OKV-Präsident Herbert Preisl.

Auch das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) begrüßt die heutige Entscheidung, „weil sie zum jetzigen Zeitpunkt die einzig richtige im Sinne der Gesundheit aller AthletInnen und Athleten ist. Der Höhepunkt der COVID19-Krise ist in Europa noch nicht einmal erreicht. Eine schlagartige Verbesserung der Lage ist nach derzeitiger Wissenslage nicht mehr in Sicht“, so ÖOC-Präsident Karl Stoss.

Auch ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel zeigte sich positiv, „dass die unsichere Situation für Olympia-Athleten jetzt ein Ende hat. Im Augenblick haben die Gesundheit der Bevölkerung und die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems klare Priorität. Wir hatten in den letzten Tagen laufend Kontakt mit dem IOC, haben die Sicht unserer Athleten wiederholt kommuniziert. Es freut uns, dass die Sorge um den Athleten letztlich zu dieser Verschiebung geführt hat.“

Die ICF wird nun mit dem IOC und Tokio 2020 eng zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass der Übergang zu einem neuen Termin so reibungslos wie möglich verläuft. Notfallpläne, die im Falle einer Verschiebung Olympischer Spiele ausgearbeitet wurden, werden nun umgesetzt. Was genau das bedeutet, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.

Die offizielle Aussendung des IOC finden Sie hier: https://www.olympic.org/news/joint-statement-from-the-international-olympic-committee-and-the-tokyo-2020-organising-committee

Die offizielle Aussendung der ICF finden Sie hier: https://www.canoeicf.com/news/icf-endorses-decision-postpone-tokyo-2020