ICF sagt alle Veranstaltungen bis September ab

Der Internationale Kanuverband hat heute in einer Aussendung bestätigt, dass alle vor September 2020 geplanten internationalen Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden. Die Möglichkeit, vor Ende 2020 noch einige internationale Wettkämpfe auszurichten, wolle man sich, sofern die Bedingungen es zulassen, allerdings noch offen lassen.

Diesbezügliche Entscheidungen werden von den im Gastgeberland geltenden Regeln und Beschränkungen abhängig sein sowie von drei wichtigen Kriterien die für die Athleten erfüllt sein müssen:

1. Nationale Verbände müssen aufgrund der Regeln im eigenen Land in der Lage sein, an dem Wettkampf teilzunehmen.

2. Alle Athleten müssen vor dem Wettkampf über ausreichend Trainingsmöglichkeiten verfügen.

3. Die Kosten für internationale Reisen müssen für die Teilnehmer bzw. Verbände erschwinglich sein.

In einer Umfrage unter mehr als 1.000 Athleten äußerten diese überwiegend den Wunsch, heuer in irgendeiner Form noch Wettkämpfe durchzuführen, wenn dabei die Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer oberste Priorität haben.

Die ursprünglich für Anfang Juli angesetzten Kanu-Slalom Junioren- und U23 Weltmeisterschaften in Ljubljana sowie die nicht-olympischen Kanu-Sprint Weltmeisterschaften in Szeged werden vorerst auf September verschoben, wobei eine erneute Überprüfung der Situation für diese beiden Veranstaltungen Ende Mai 2020 erfolgen soll.

Auch die Kanu-Slalom Weltcups, geplant für Juni in Pau/FRA und September in Prag/CZE, wurden vorläufig auf Oktober oder November verschoben. Der Weltcup und die nicht olympische WM in Markkleeberg/GER sollen noch im September oder später im Oktober ausgetragen werden. In Zusammenarbeit mit den einzelnen lokalen Regierungen und Organisatoren will die ICF mindestens drei Monate vor Beginn des jeweiligen Wettkampfes den Status einer Austragung überprüfen.

Der vor allem für Österreichs Sprintasse Viktoria Schwarz und Ana Roxana Lehaci relevante neue Qualifikationsmodus für die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio liegt aktuell beim IOC zur Überprüfung.

Der ICF-Vorstand wird Ende Juni erneut zusammentreten, um endgültige Entscheidungen über den für Dezember auf den Philippinen vorgesehenen ICF-Kongress und den für später in diesem Jahr geplanten Veranstaltungen zu treffen.