Kanu-Slalom: Junioren-Europameisterschaft in Solkan/Slowenien

Bei den Kanu-Slalom-Europameisterschaften der Junioren auf der Soca, im slowenischen Solkan, ist der Wiener Moritz Kremslehner (UKK Wien) mit einem 10. Platz im Kajak-Einer-Finale und einer Zeit von 97.80 erstmals in die europäische Spitzenklasse gepaddelt. „Ich kann es kaum glauben. Mein Ziel bei dieser EM war es, unter die besten 20 zu fahren. Mit dem 10. Platz wird ein Traum für mich wahr, ich gehöre jetzt zu den europäischen Top-Kanuten im WildwasserSlalom“, so der 16jährige Wiener nach dem Rennen. Junioren-Europameister wurde der Tscheche Martin Rudorfer (91.79) vor dem Russen Egor Smirnov (92.00) und dem Slowenen Jan Locnikar (93.72).

Mit der Top-Platzierung bei der Junioren-EM öffnet sich für Moritz Kremslehner die Tür zu den kommenden internationalen Wettkämpfen der Senioren. Er gehört damit dem Nationalkader um Österreichs Olympia-Vierten von Tokio 2020, Felix Oschmautz an. OKV-Junioren-Nationaltrainer Andreas Langer dazu: „Eine Riesen-Überraschung und die perfekte Vorbereitung für den großen Kanu-Weltcup- und WM-September. Moritz ist damit für die Weltcuprennen in Spanien (La Seu, 3.-5. September) und Frankreich (Pau, 10.-12. September) sowie für die Weltmeisterschaften in Bratislava (22.-26. September) bestätigt.
 

Bei Dipl.Ing. Elisabeth Neudecker, Präsidentin des Union Kanu Klubs Wien (UKK Wien), ist die Freude über den internationalen Erfolg von Moritz groß: „Damit hat unser Union Kanu Klub wieder einen Athleten in der internationalen Spitzenklasse. Das freut mich für Moritz und seine Betreuer. Das bedeutet darüber hinaus auch viel Motivation für unseren Kanu-Nachwuchs.“

Slalom-Junioren: 7. Platz im Teambewerb Erfolgreich schlugen sich Österreichs Junioren auch im Teambewerb: Das K1- Herren-Team mit Moritz Kremslehner (16, UKK Wien) und den Niederösterreichern Paul Preisl (17, NF Höflein) und Simon Zeitlhofer (16, NFKC Ybbs) erreichte auf dem technisch anspruchsvollen Kurs auf dem Fluss Soca, in einer Zeit von 118.28 und nur 4,95 Sekunden Rückstand auf das siegreiche Team der Russischen Federation (113.33), den hervorragenden 7. Platz. Die EM-Silbermedaille holte sich das Team Großbritanniens (114.06) vor der Mannschaft der Slowakei (114.09).

In der neuen olympischen Disziplin Extreme Slalom (ab Paris 2024 olympisch), erreichte der Niederösterreicher Simon Zeitlhofer (NFKC Ybbs) das Viertelfinale und konnte sich damit unter den besten 16 platzieren.