Kanu-Slalom: Silber-Medaille für Felix Oschmautz beim Weltcup-Rennen in La Seu, Spanien

Foto © Nina Jelenc

Beim Weltcup der Slalom-Kanuten in La Seu d‘Urgell, in den spanischen Pyrenäen, holte sich Österreichs Olympia-Vierter und damit „Runner Up of the Year“ Felix Oschmautz (laut ICF-International Canoeing Federation) im heutigen Finale der Kajak-Einer mit einem starken Lauf und wie schon beim WC-Rennen im Juni in Markkleeberg (D) die Silber-Medaille. „Ich bin mega-happy mit meinem Lauf und dem 2. Platz hier. Das bedeutet auch für den Gesamtweltcup, wo ich derzeit 3. bin, dass noch alles möglich ist. Deshalb bin ich schon top-motiviert für das Weltcup-Finale kommendes Wochenende in Pau, Frankreich“, sagt der überglückliche Kärntner nach der Siegerehrung. Der erst 22 jährige Felix Oschmautz hat sich damit fest in der Weltklasse verankert. Mit seinem fehlerfreien Lauf und seiner Laufzeit von 83.12 lag er in der Endabrechnung nur 0.36 Sekunden hinter La-Seu-Weltcupsieger und Europameister Vit Prindis (82.76) aus der Tschechischen Republik. Die Bronzemedaille holte sich der Slowene Peter Kauzer (83.26).

„Wir sind sehr stolz auf diese zweite Weltcup-Silbermedaille von Felix. Er ist auch heute wieder super stark gefahren. Die Leistungs-Konstanz dieses erst 22 jährigen Läufers ist unglaublich. Es ist nicht leicht, an den Start zu gehen und zu wissen, dass das Weltklasse-Feld enorm dicht beisammen liegt und man sich absolut keinen Fehler erlauben darf“, sagt Nationaltrainer Helmut Oblinger zum erneute Top-Ergebnis von Felix Oschmautz.

Die Niederösterreicherin Corinna Kuhnle belegte mit einer Zeit von 97.37 (inkludiert 4 Strafsekunden durch 2 Torberührungen) Rang 4, mit 7.45 Sekunden Rückstand auf die Australierin Jessica Fox: Die Olympia-Dritte von Tokio konnte das vorletzte Weltcuprennen der Saison mit einem fehlerfreien Lauf in einer Zeit von 89.92 für sich entscheiden. Platz 2 ging an die Britin Mallory Franklin (93.58, 2 Strafsekunden inkludiert) vor der Slowakin Eliska Mintalova (97.28, 4 Strafsekunden). Antonia Oschmautz belegte im Kajak-Einer den 28. Gesamtrang. Olympia-Elfte Viktoria Wolffhardt war in La Seu krankheitsbedingt nicht am Start. 

Als zweit-Bester Mann des OKV-Teams belegte der Kärntner Mario Leitnerdiesmal leider nur Platz 27. „Er war von seinen Trainingszeiten her die ganze Woche auf Augenhöhe mit der Weltklasse und hat seine Trainingsleistung mit dem 27. Platz leider nicht bestätigen können. Aber nächste Woche beim Weltcup-Finale in Pau wartet die nächste Chance“, so Nationaltrainer Heli Oblinger. Für die Kärnterin Toni Oschmautz hat eine Torverfehlung auf den letzten Metern ihres sonst sehr soliden Laufs dann leider nur Platz 27 ergeben. Der erst 16 jährige OKV-Junior Moritz Kremslehner, 10.Platzierter der Junioren-EM in Solkan, hat in La Seu abermals eine große Talentprobe abgeliefert, er erreichte Rang 45. Helmut Oblinger: „Es haben ihm lediglich 2 Sekunden auf das Semifinale gefehlt.“

Im Extreme Slalom belegte Mario Leitner den hervorragenden 2. Platz und somit sein erstes Weltcup-Podest 2021. Damit setzte er ein Ausrufezeichen in der neuen olympischen Kanudisziplin. Trainingspartner und Teamkollege Felix Oschmautz konnte sich bis in das Semifinale vorgekämpfen und eine Top 8 Platzierung erreichen.

Für das OKV-Kanu-Slalom-Team geht es am Montag weiter ins französische Pau, wo sich die Gesamtweltcup-Sieger küren. Von 23. bis 26. September finden die Slalom-Weltmeisterschaften auf dem Wildwasserkanal in Bratislava, Slowakei statt. Es ist nach den Olympischen Spielen in Tokio der zweite Saisonhöhepunkt für die Wildwasser-KanutInnen.