BRONZEMEDAILLE FÜR MARIO LEITNER - BILANZ ZUR KANU-SLALOM, KANU-WILDWASSER-SPRINT & EXTREME SLALOM WELTMEISTERSCHAFT

Hier geht's zum OKV-Clip: https://www.youtube.com/watch?v=B3kaoWQ1CSY 

Der Kärntner Mario Leitner (KC Glanegg) gewinnt bei den Kanu Weltmeisterschaften in Bratislava im Extreme Slalom (ab 2024 olympisch) die Bronze-Medaille! Der Weltranglisten Erste wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht und wurde im Finale nur vom Briten Joe Clark, Olympiasieger im Kanu Slalom von Rio 2016, und dem Neuseeländer Finn Butcher geschlagen. Schau dir HIER den Finallauf zu Bronze an. 

Der überglückliche Bronze-Medaillen-Gewinner nach der Siegerehrung: „Ich kann es nicht glauben, natürlich war ich in der Favoritenrolle, aber im Extreme Slalom herrscht ein hartes K.O.-System, mit dem ich heute sowohl physisch als auch mental sehr gut umgehen konnte. Ich konnte alle meine Kräfte voll aufs Wasser bringen. Ich fahre überglücklich nach Hause und bereite mich ab November auf die nächste Wettkampf-Saison vor.“

OKV-Cheftrainer Helmut Oblinger: „Großes Lob für Mario, der extrem diszipliniert und routiniert seine heurige Saison gemanagt und als ungemein fairer Team-Kamerad das gesamte Slalom-Team verstärkt hat. Wir gehen erfolgreich in die Winterpause und ab November in die kommende Wettkampfsaison, wo die Weltmeisterschaften in Augsburg als Saison-Höhepunkt auf dem Programm stehen.“ Corinna Kuhnle schied im Extreme Slalom Bewerb durch einen Startfehler aus.

Bei den Kanu Slalom-Bewerben der Weltmeisterschaft holte die Niederösterreicherin Corinna Kuhnle (NF Höflein) im Finale den exzellenten 4. Platz, nachdem sie aus dem Semifinale mit einem 2. Platz das Finale erreicht hatte. Mit einer Zeit von 98.60 Sekunden, inkludiert 4 Strafsekunden, erpaddelte sie die zweitbeste Laufzeit. Goldmedaillengewinnerin und damit Weltmeisterin wurde die Semifinal-Führende, die Deutsche Olympiasiegerin Ricarda Funk in einer Zeit von 94.80 (inkl. 2 Strafsekunden durch Torberührung) vor ihrer Landsfrau Elena Apel (97.31) und der Britin Kimberly Woods (97.90, inkl 2 Strafsekunden). Das Semifinale der Damen war geprägt durch das überraschende Ausscheiden der australischen Top-Slalom-Kanutin und Medaillen-Anwärterin Jessica Fox, mehrfache Olympia-Medaillen-Gewinnerin und Weltmeisterin im K1, durch einen 50-Sekunden-Torfehler im oberen Streckenabschnitt. Corinna Kuhnle, die vor 10 Jahren in Bratislava Weltmeisterin geworden war, zu ihrem 4. Platz: „Der 4. Platz ist ein bisschen bitter für mich, aber ich bin stolz auf mich, dass ich nach 10 Jahren immer noch in der Weltklasse mitfahren kann.“

OKV-Slalom-As, der 22jährige Felix Oschmautz (KV Klagenfurt), der als Olympia-Vierter von Tokio und 2-facher Weltcup-Silbermedaillen-Gewinner heuer in die Weltklasse aufgestiegen ist, verpasste im Semifinale trotz 4.bester Laufzeit, aber mit 6 Strafsekunden (Rang 27), das Finale. Ebenso sein Kärntner Kollege Mario Leitner (92.58, inkl. 2 Strafsekunden), der im Semifinale Rang 24 erreichte. Gold-Medaillen-Gewinner und Weltmeister Im K1-Herren-Finale wurde der Franzose Boris Neveu mit einer Zeit von 83.92 Sekunden vor dem Italiener Marcello Beda (87.75) und dem Spanier Joan Crespo (87.90, inkl. 2 Strafsek.). 

OKV-Cheftrainer Helmut Oblinger dazu: „Großartiger 4. Platz für Corinna! Sie konnte sich in den vergangenen Monaten voll auf die WM konzentrieren, auch dadurch, dass sie in Tokio nicht dabei war. Ohne Torfehler wäre es die Silbermedaille für Corinna geworden. Das Semifinale hat viele Favoriten bei Damen und Herren ‚abgeworfen‘. Leider auch Felix Oschmautz und Mario Leitner. Felix ist der Aufsteiger der Saison im internationalen Kanu Slalom, er hat sich heuer in die Weltklasse katapultiert. Aber jetzt ist der 22-jährige einfach mental ausgelaugt. Aber wir steigen jetzt mit Zuversicht in den nächsten Olympia-Zyklus ein, davor gilt es jetzt aber, die Batterien aufzuladen“, so der ehemalige Weltklasse-Kanute Oblinger.

OKV-Präsident Günther Briedl ist mit seinem Team in seiner ersten Saison sehr zufrieden: „Unser Team hat heuer mit Felix Oschmautz einen Olympia- 4. Platz geholt, 2 Silbermedaillen im Weltcup, heute die WM-Bronzemedaille durch Mario Leitner, einen Europameistertitel durch Corinna Kuhnle und eine EM-Silber-Medaille durch das Damen Team mit Corinna, Viktoria Wolffhardt und Antonia Oschmautz. Und jetzt auch noch den 4. Platz bei dieser WM durch Corinna. Wir können zufrieden sein.“

Alle Slalom-Ergebnisse: HIER

Im Finale (der besten 15) der Weltmeisterschaften im Kanu Wildwasser-Sprint erreichte die Kärntnerin Valentina Dreier (KV Klagenfurt) mit einer Zeit von 61.46 Sekunden, 3.33 Sekunden hinter der Bestzeit, den 11. Platz. Weltmeisterin im Kanu Wildwasser-Sprint wurde die Französin Lise Vinet, die das WM-Finale in einer Zeit von 58.13 Sekunden für sich entscheiden konnte. Die Silber-Medaille ging an die Tschechin Tereza Kneblova (58.27), vor der Deutschen Jil-Sophie Eckert, die mit 58.48 die BronzeMedaille erkämpfte. Weniger glücklich war es für Österreichs Sprint-Herren gelaufen: Der Oberösterreicher Eric Kastner (SV Forelle Teefix Steyr) wurde als bester Österreicher 25., der Steirer Marcel Bloder (Kanu Club Graz) belegte Rang 30 und der junge Grazer Paul Winkler (Kanu Club Graz) insgesamt Rang 35. Sie verfehlten damit den Einzug ins Finale.

OKV-Präsident Günther Briedl: „Unser Wildwasser Sprint-Team ist mit bei den Herren noch nicht im internationalen Klassefeld angekommen. Das U23-EM-Ergebnis von Eric Kastner, heuer in Solkan, wo er nur knapp das Finale versäumt hat, macht uns aber zuversichtlich für die Zukunft. Valentina Dreier gratuliere ich sehr herzlich zum Final-Einzug und ihrem 11. Platz.“ 

Alle Wildwasser-Sprint-Ergebnisse: HIER