KANU WILDWASSER: Starkes WM-Ergebnis in Bosnien für das rot-weiß-rote Team

KANU WILDWASSER: Starkes WM-Ergebnis in Bosnien für das rot-weiß-rote Team

Vom 20. bis 23. Mai 2026 war der Fluss Vrbas im bosnischen Banja Luka Schauplatz der Wildwasser-Weltmeisterschaft. Das österreichische Team reiste mit einer so großen und erfolgreichen Mannschaft an wie schon lange nicht mehr – allen voran die großen Nachwuchshoffnungen Tim Briedl und Lukas Profanter. Bereits im April dienten die slowenischen Ausscheidungsrennen sowie die zeitgleich ausgetragene österreichische Qualifikation als perfekte Vorbereitung.

Am Ende löste ein starkes Aufgebot das WM-Ticket: Bei den Damen feierte Valentina Kroener (Kajakverein Klagenfurt) ein erfolgreiches Comeback. Bei den Herren qualifizierten sich Tim Briedl (Forelle Steyr) sowie Paul Winkler, Benjamin Cartellieri und Lukas Profanter (alle Kanu Club Graz). Bei der zweiten Qualifikationschance in Lofer sicherte sich zudem Marlene Wesseling (Kanu Club Graz) ihren Startplatz.

Betreut wurde das gesamte Team von Uschi Profanter. Als Trainerin und einzige Betreuerin vor Ort war es oft nicht einfach, für alle Athletinnen und Athleten das Optimum herauszuholen.

Klassik-Rennen: Großartige Ergebnisse zum Auftakt

Das WM-Wochenende startete am Mittwoch mit den Klassik-Rennen, bei denen das Team hervorragende Platzierungen einfuhr:

Tim Briedl (Forelle Steyr) holte als bester Österreicher den hervorragenden 15. Platz. Der erst 18-Jährige steigerte sich im Vergleich zur letzten WM enorm und gilt neben Lukas Profanter als eines der größten österreichischen Nachwuchstalente.

Lukas Profanter überzeugte bei seiner ersten Erwachsenen-WM auf Anhieb mit Rang 20.

Paul Winkler belegte Platz 25. Nachdem er bei der Qualifikation im April noch äußerst dominant auftrat – mit nur 1,5 Prozent Rückstand auf den slowenischen Sieger –, kämpft er seit dem Frühjahr mit wiederkehrenden Erkältungen. Zwar konnte er noch nicht ganz an seine Top-Ergebnisse anschließen, befindet sich jedoch auf dem Weg der Besserung und blickt motiviert auf die U23-EM im August.

Benjamin Cartellieri erlebte hingegen eine bittere Enttäuschung. Trotz einer Erkältung war er startbereit, doch der Veranstalter verweigerte ihm den Start wegen einer angeblich verpassten Bootskontrolle im Vorstartbereich. Ursache dafür war offenbar ein Missverständnis seitens der Verantwortlichen – für einen offiziellen Protest war es leider bereits zu spät.

Valentina Kroener überraschte bei den Damen mit einem sensationellen 10. Platz.

Marlene Wesseling folgte direkt dahinter auf Rang 12 – ein Riesenerfolg, nachdem sie in der Vorbereitung lange mit einer Sehnenscheidenentzündung an der Hand zu kämpfen hatte.

Das absolute Highlight des Klassik-Tages war das junge Herren-Team mit Tim Briedl, Paul Winkler und Lukas Profanter, das sich mit einem grandiosen 5. Platz sogar vor der Top-Nation Tschechien platzierte. Zudem sorgte Routinier Gerhard Schmid in der Klasse Masters B mit einem starken 4. Platz für zusätzliche Freude und unterstützte das Team tatkräftig bei den Zwischenzeiten.

Sprint-Bewerbe: Voller Einsatz im Wildwasser

Auch im Sprint zeigten die Athletinnen und Athleten großen Kampfgeist auf dem anspruchsvollen Fluss:

Lukas Profanter verpasste als bester Österreicher mit Platz 21 nur hauchdünn die Top 20.

Benjamin Cartellieri belegte Rang 30.

Paul Winkler erreichte Platz 33.

Tim Briedl komplettierte das Herren-Ergebnis mit Rang 35.

Marlene Wesseling verpasste das Finale um nur einen einzigen Platz und belegte im Gesamtklassement Rang 16.

Die Herren-Mannschaft harmonierte auch im Sprint perfekt und fuhr auf den starken 8. Platz.

Fokus auf die U23-Europameisterschaft: Die Zukunft im Blick

Diese Weltmeisterschaft hat eindrucksvoll gezeigt, wie hoch das sportliche Niveau und wie außergewöhnlich stark der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft sind. Die perfekte Harmonie im Team sowie der gemeinsame Spaß am Wasser waren ein entscheidender Schlüssel zu diesen Erfolgen.

Mit einer voll motivierten Marlene Wesseling und einem wieder genesenen Paul Winkler blickt das Team nun äußerst positiv auf die im August anstehende U23-Europameisterschaft.

Foto: P. Atkinson